why do u like backpacking....? live on stage: silvia
23.08.2009
35 °C
ich lasse mich nicht gerne fotografieren, ich hasse kameras und ueberhaupt mag ich es nicht vor mehr als 3 leuten zu sprechen! das war einmal.... ab einem bestimmten punkt der reise habe ich beschlossen mich gerne fotografieren zu lassen und fotogen zu sein. das funktioniert seitdem meistens ganz gut. ok, ein paar ausrutscher waren noch dabei, aber die wurden gleich wieder geloescht. :-)
phnom penh. ich sitze nichtsanhnend am see und wollte mir den sonnenuntergang anschaun, da rennen zwei jungs mit kamera und mikro durch die gegend. zwei deutsche die eine reportage uebers rucksackreisen machen. aha. macht ihr mal, hab ich mir gedacht..... der sonnenuntergang war traumhaft schoen, die leute aussenrum super nett, und unsere runde wurde immer groesser.
"warum mit dem rucksack reisen...?" war die grundfrage der doku. hm, gute frage. genau an dem punkt war ich in den letzten tagen auch schon oefters gewesen. was mach ich hier eigneltich....? :-) bin mit den jungs ins gespraech gekommen und wir haben ein bisserl ueber den sinn philosophiert. he, koennen wir dich auch interviewen...? hm, um ehrlich zu sein: so prickelnd fand ich die idee erst mal nicht.... aber machnmal muss man sich den heruasforderungen des lebens stellen, um sich hinterher auf die schulter klopfen zu koennen und festzustellen das es nicht schlimm war, im gegenteil: es hat spass gemacht. :-) gesagt, getan. also hab ich meinen senf zum thema "was mache ich hier eigetnlich...?" abgegeben und mir seitdem viele gedanken darueber gemacht. hier eine kleine zusammenfassung:
wie oft hoert ihr daheim die saetze: ich MUSS (ich kann dieses wort nicht mehr hoeren. wenn ueberhaupt DARF ich....) ich hab keine zeit.... schnell, schnell, schnell.... mach das so. du solltest das nicht, oder jenes nicht. oder was auch immer. mussen, hoeher, schneller, weiter, hetzen und dazu meistens noch regend und kaltes wetter.
auf reisen geht das alles anders. es kommt wie es kommt, und das ist auch gut so. der bus faehrt wenn er da ist, und nicht wann es im fahrplan steht. selbst der best ausgekluegelste plan aendert sich schon am ersten tag, und tut das auch weiterhin. erwarte das unerwartete, lass dich treiben und geniesse das leben. man trifft viele menschen der unterschiedlichsten nationalitaet und wird dadurch auch mit dem "bild" der deutschen konfrontiert und damit auch mit sich selbst.
kurzum: die welt mit dem rucksack zu bereisen ist eine bereicherung, fuer mich jedenfalls. manche menschen haben ein eingebautes reisegen, die anderen nicht. wer es hat, wird sein leben lang von fernweh und der sehnsucht nach entlegenen plaetzen in sich spueren. wer es nicht hat, wird heimat geniessen. es gibt kein richtig oder falsch, gut oder schlecht. einfach nur ein aktzeptieren wie und was man ist. ich habe glaube ich beides geerbet. das reisegen von meiner mama, und das bodenstaendige und heimatverbundene von meinem papa. ich reise fuer mein leben gerne, komme aber genauso gerne wieder nach hause. mal schaun wie das noch endet.... :-)
bin schon gespannt wann die reportage aus hamburg fertig geschnitten ist.
sonnige gruesse von perhentians islands in malaysia
silvia

Eingestellt von franksi 5:36 AM Archiviert in Backpacking | Kambodscha Kommentare (0)





